Nach aussen der Optimist. Innen verloren.
Die ersten 31 Jahre: geschlafen wie ein Bär im Winter. Dann heiratete ich. Mein Sohn kam zur Welt. Und mit der Spätdiagnose ADHS stand mein Leben plötzlich Kopf.
Ich fühlte mich wie in einem Gefängnis. Und wusste nicht, wie ich rauskomme. Zu viele unerfüllte Wünsche und Träume. Keine Ahnung, wie ich sie umsetzen soll. Ein Ferrari mit Fahrradbremse. Der in einer Tiefgarage Vollgas geben wollte.
Alles überforderte mich. Ständige Unruhe. Impulsives Verhalten. Orientierungslosigkeit. Verpasste Chancen. Eine Beziehung, die zu zerbrechen begann. Ein Kind, das litt.
Die Wahrheit ist: Meine Familie stand kurz vor dem Scheitern. Es war der Tiefpunkt meines Lebens. Entweder oder.
Ich habe mich entschieden. Ich fing an zu lesen. Erst ein Buch. Dann zehn. Dann 140, über sieben Jahre, meist bevor die Familie wach war. Die Bücher haben mich nicht repariert. Sie haben mich zusammengesetzt.
Heute teile ich, was davon trägt. Damit du siehst, dass ein ruhiges, lebendiges und wertvolles Leben möglich ist. Auch mit ADHS. Auch mit Kindern. Auch in deinem Alltag.
„Meine Frau nennt mich heute The New One."
Der Satz, für den sich alles gelohnt hat